Mittwoch, 6. März 2019

Fasten

Die Fastenzeit bezeichnet die österliche Bußzeit, die 40 Tage dauernde Vorbereitung auf Ostern. Sie beginnt sofort nach Karneval mit dem Aschermittwoch und endet an Gründonnerstag. Karfreitag und Sonnabend sind ebenfalls Fasttage, zählen aber nicht zur österlichen Bußzeit. Die Sonntage in der Fastenzeit gelten nicht als Fastentage und werden deshalb nicht mitgezählt - daher dauert die Fastenzeit 40 Tage. Ich sollte in der Fastenzeit als äußeres Zeichen von Buße und Besinnung auf Dinge verzichten, die mir angenehm und lieb sind - etwa auf Schokolade, Alkohol, Internet, die sozialen Medien oder das Autofahren. Zudem sollte ich nur eine volle Mahlzeit am Tag und je zwei kleinere Stärkungen zu mir nehmen. Schließlich gilt an allen Freitagen das Gebot der Abstinenz, also des Verzichts auf Fleisch, weil der Freitag an den Tod JESU erinnert. Aschermittwoch und Karfreitag sind Fasten- und Abstinenztage in einem. Die Fastenzeit ist übrigens ebenso "beweglich" wie Ostern. Der Ostersonntag ist immer der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond und fällt auf einen Tag zwischen dem 21. März und dem 25. April. Nach dem Vorbild des Fastens JESU in der Wüste legte die Kirche die Länge der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte fest. Die 40 als Zeiteinheit kommt in der Bibel häufiger vor: Die Israeliten wandern 40 Jahre durch die Wüste, Mose begegnet Gott 40 Tage auf dem Berg Sinai, und 40 Tage nach der Auferstehung JESU wird Christi Himmelfahrt gefeiert (Apostelgeschichte 1,3).
Burkhard Henze
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