Heute Abend gehe ich wieder zum đHerzensgebetđ ins Stadtkloster Hannover. Und eine der Ăbungen ist dort: Beobachte dich in einer ruhigen aber auch angespannten Situation. SpĂŒre ganz genau deinen Körper mit seinen sich wandelnden Empfindungen und Befindlichkeiten, die unablĂ€ssig zwischen Wohl-und Unwohl- sein hin- und herpendeln. Mal ist es dem Körper warm und kalt, er fĂŒhlt sich absolut wach oder auch mĂŒde und verspĂŒrt Hunger oder auch Durst. Er kann angespannt und sich ĂŒberfordert fĂŒhlen --und dann wieder "brummt" er entspannt und selig. Eng verbunden mit den Körperempfindungen wandern auch die GefĂŒhle und Gedanken unentwegt zwischen den Polen des Wohlergehens und der Missstimmung. Ein doofer bedrĂŒckender Gedanke der Angst oder Sorge hat auch immer ein beengendes GefĂŒhl im Schlepptau, welches sich bei mir blitzschnell auf meinen Körper meistens im Brustraum oder RĂŒcken niederschlĂ€gt. Genauso natĂŒrlich verbinden Freude und GlĂŒck diese Ebenen in meiner Befindlichkeit. Sobald wir MenschenđȘunsere Aufmerksamkeit nach innen wenden und uns Zeit nehmen, um zur Ruhe zu kommen, so gelingt es mir, meine Gedanken, GefĂŒhle und Körperempfindungen genau zu beobachten. Du wirst schnell feststellen, dass diese spontan aufkeimen und wieder verschwinden, ohne das du darauf groĂen Einfluss nehmen kannst. Betrachte diese Informationen - und Empfindungsketten genauer. Entdecke vor allem die ZwischenrĂ€ume, Gedanken und GefĂŒhle haben immer einen (Auslöser) und ein Ende (Reaktion). Dazwischen liegt eine Pause, ein ganz schmaler Spalt, in welchen sich die erholsame Stille und Erholung verstecktđ.
Burkhard Henze

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen